Pferdesporthaus Loesdau





Internationales Pfingstturnier 09. bis 12. Mai 2008
Isabell Werth wird Favoritenrolle in Wiesbaden gerecht

Vor zwei Jahren musste sie im Henkell Grand Prix – der Qualifikation für den Grand Prix Special – noch auf Grund eines ängstlichen Aussetzers ihres Warum nichts FRH mit dem dritten Platz vorlieb nehmen. In diesem Jahr zeigte sich der Fuchswallach reifer und auch weniger beeindruckt von der imposanten Kulisse im Schlosspark. Mit 76,12 Prozent ging der Sieg klar an die Doppel-Weltmeisterin und ihren “Hannes”.

Wiesbaden Internationales Pfingstturnier Isabell Werth und Jan Rock (Henkell)
Foto Thomas Hellmann: Isabell Werth und Jan Rock (Henkel)

“Vor zwei Jahren wäre er wahrscheinlich nicht über die Mittellinie gegangen, da dort ein riesiges grünes Kastanienblatt lag. Aber er ist einfach erfahrener geworden oder vielleicht hat Hannes das Blatt auch einfach nicht gesehen. Egal, bis auf einen kleinen Erschrecker in der Traversale wegen des an die Bande gewirbelten Sandes ist er toll bei mir geblieben. Das war eine schöne und harmonische Runde”, freute sich die erfolgreichste Reiterin der Welt, die nun im Grand Prix Special der Landeshauptstadt Wiesbaden auch die Qualifikation für die neue Serie MEGGLE Champions erreichen möchte.

Ebenso strahlend und zufrieden zeigte sich die zweitplatzierte Heike Kemmer. “Ich hatte das Gefühl, Bonnie wäre von Lektion zu Lektion geschwebt.” Für die leichte und nahezu fehlerlose Prüfung erhielt Bonaparte 73,08 Prozent des internationalen Richtergremiums, von denen einige Vertreter auch bei den Olympischen Spielen in Hongkong zum Einsatz kommen werden. Die Mannschafts-Olympiasiegerin absolvierte in Wiesbaden ihren zweiten Freilandstart. “Ich versuche im Moment einen zwei bis drei Wochen-Rhythmus beizubehalten, damit Bonaparte für die Sichtungen, also die Deutsche Meisterschaft und dann hoffentlich das CHIO in Aachen topfit ist.” Mit seinen 15 Jahren scheint der Hannoveraner gerade erst zu Hochform aufzulaufen.

Nur ein Jahr jünger ist Silvia Iklés (SUI) Salieri CH. Der braune schweizerisch gezogene Wallach zeigte sich etwas abgelenkt von den vollbesetzten Tribünen. “Nach meinem Beinbruch im Winter mussten Salieri und ich fünf Monate pausieren. All zulange habe ich die Stiefel noch nicht wieder an”, so die 59-Jährige. Die gebürtige St. Gallenerin feierte nicht nur ihre Premiere in dieser Saison, sondern auch ihre Premiere im Biebricher Schlosspark. “Salieri und ich waren vielleicht noch etwas abgelenkt und noch nicht wieder ganz in Wettbewerbskonzentration, aber die Kulisse hier ist so wunderbar und der Veranstalter liest uns wirklich jeden Wunsch von den Augen ab. Ich bin sehr froh, in Wiesbaden starten zu können.”

Das Lob nahm Dressurchef Joachim Kettner gerne entgegen. Ausruhen will er sich auf den Lorbeeren allerdings nicht: “Wir möchten das Motto zu Gast bei Freunden übernehmen und auch umsetzen. Wir können von den Synergieeffekten nur profitieren, wenn die Reiter den guten Eindruck mitnehmen und weiterberichten.”

Den besten Eindruck wird Heike Kemmer aus Wiesbaden mitnehmen, nachdem die Winsenerin nach dem Henkell Grand Prix in der Intermediaire I noch gewinnen konnte. Mit dem elfjährigen St. Tropez, ebenfalls fuchsfarben und hannoversch gezogen wie Stallkollege Bonaparte, nahm sie als letzte Starterin Anja Plönzke mit 67,40 Prozent noch den Sieg ab. Dritter wurde der im westfälischen Nottuln beheimatete Schwede Patrick Kittel, der den achtjährigen ebenfalls in Schweden geborenen Wallach Tellwell gesattelt hatte. Insgesamt waren 14 Reiter im Preis des Restaurants Lumen an den Start gegangen.

Ergebnis-Überblick vom Sonntag, 11.05.2008

Henkell-Trocken-Preis, Internationale Dressurprüfung Grand Prix de Dressage, Teilwertung zur TESCHInkasso Sonderwertung, Qualifikation für den Grand Prix Special:

  1. Isabell Werth (Rheinberg) mit Warum nicht FRH 76,125 Prozent,
  2. Heike Kemmer (Winsen) mit Bonaparte 73,083,
  3. Silvia Iklé (Schweiz) mit Salieri CH 71,625,
  4. Nathalie Sayn-Wittgenstein (Dänemark) mit Digby 70,375,
  5. Anne van Olst (Dänemark) mit Exquis Clearwater 70,083,
  6. Lone Jörgensen (Dänemark) mit Donna Asana 69,375.

 

Preis des Restaurant LUMEN, Internationale Dressurprüfung Intermédiaire I:

  1. Heike Kemmer (Winsen) mit St. Tropez 67,4,
  2. Anja Plönzke (Wiesbaden) mit Le Mont d’Or 67,35,
  3. Patrik Kittel (Schweden) mit Tellwell 66,6,
  4. Fie Skarsö (Dänemark) mit Doreen 65,95
  5. Veronique Henschen (Luxemburg) mit Fontalero 64,65
  6. Dominic-Nathanael Erhart (Perl) mit Kohlpharma’s Silvano 64,05.

Das Internationale Pfingstturnier 2008 im TV:

  • Sonntag, 11. Mai 2008 HR: 14:30 bis 16:30 Uhr live
  • Montag, 12. Mai 2008 ZDF: 15:50 bis 17:00 Uhr live

Weitere Informationen in Reitwelten unter Wiesbaden oder hier: www.pfingstturnier.org.

(ak via EARLY BIRD Media Relation Management GmbH)




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