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Fahrsport WM Vierspänner: Medaille für deutsches Team in Reichweite

Die Deutsche Mannschaft ist bei den Weltmeisterschaften der Vierspännerfahrer im niederländischen Beesd in Reichweite zu den Medaillenplätzen. Nach Dressur und Marathon liegt das Team in der Besetzung Michael Brauchle (Lauchheim), Christoph Sandmann (Lähden) und Ludwig Weinmayr (Fischbachau) mit 292,3 Punkten auf dem zwischenzeitlichen fünften Platz.

Das zur Zeit drittplatzierte Team aus der Schweiz (290,7) hat lediglich 1,6 Punkte Vorsprung vor dem abschließenden Kegelfahren. Auf Goldkurs nach den ersten beiden Teilprüfungen sind die gastgebenden Niederländer (273,7), die bereits 18,6 Strafpunkte weniger auf dem Konto haben als die deutschen Fahrer und damit mit einem beruhigenden Vorsprung ins Finale gehen. Platz zwei in der Meisterschaftswertung hat zur Zeit das ungarische Team mit 284,3 Strafpunkten inne. “Lediglich die Niederländer haben einen deutlichen Abstand zur Konkurrenz, danach liegen die Mannschaften auf den Plätzen zwei bis sechs dicht zusammen, so dass es im Kampf um die Medaillen spannend bleibt”, sagte Bundestrainer Ewald Meier (Meißenheim).

Der Sieg in der heutigen Geländeprüfung ging an den Schweden Tomas Eriksson, der József Dobrovitz aus Ungarn und Lokalmatador Ijsbrand Chardon auf die weiteren Plätze verwies. Bereits auf den Plätzen vier und fünf folgten Ludwig Weinmayr und Christoph Sandmann. “Weinmayr ist heute toll gefahren und war vor allem in den beiden Wasserhindernissen gut unterwegs. Mir hat es gefallen, dass er mit Übersicht gefahren und kein unnötiges Risiko eingegangen ist”, fand der Bundestrainer lobende Worte. Christoph Sandmann ging als letzter deutscher Fahrer auf die Geländestrecke. “Dadurch hatte er den Vorteil, seine Teamkollegen beobachten zu können”, so Meier. “Er war zwar in den Wasserhindernissen etwas langsamer als Weinmayr, hat aber insgesamt ideale Wege gefunden, fuhr sauber und schnell.” Etwas mehr Probleme bei seiner WM-Premiere hatte Michael Brauchle, der Platz elf belegte. Das Mitglied der Perspektivgruppe Fahren hatte bei den ersten beiden Hindernissen Schwierigkeiten. Während ihm im ersten Hindernis eine zusätzliche Volte wertvolle Zeit kostete, nahmen seine Pferde im technisch anspruchsvollen zweiten Hindernis zunächst die falsche Gasse, so dass er auch hier den Weg korrigieren musste. Vom Pech verfolgt war der zweite deutsche WM-Neuling, Christian Plücker (Waldeck), der in Beesd als Einzelfahrer an den Start geht. Nachdem Plücker die ersten sieben Hindernisse schnell und fast ohne Fehler bewältigte, kostete ihm ein Problem im letzten Hindernis zahlreiche Plätze. “Ich bin mir sicher, dass Plücker weit vorne gelandet wäre”, war Meier mit dem Waldecker zufrieden. Im achten Hindernis nahmen die Vorderpferde eine falsche Gasse, wobei sich ein Riemen über einen der Hindernispfosten legte. Nach mehrmaligen Versuchen, das Problem von der Kutsche aus zu beheben, musste die Beifahrerin absteigen und den Riemen lösen. “Das kostete zehn Strafpunkte fürs Absteigen der Beifahrerin und nochmals ungefähr zwölf weitere Strafpunkte für die benötigte Zeit”, analysierte Meier die Geschehnisse.

Folglich musste sich Christian Plücker im Marathon mit Platz 39 und in der Zwischenwertung mit Rang 31 begnügen. Bester Deutscher vor dem Hindernisfahren ist Christoph Sandmann auf Platz sieben (143,59), gefolgt von Ludwig Weinmayr auf Platz 13 (152,67) und Michael Brauchle auf Rang 15 (154,37). In Führung liegt der niederländische Ausnahmefahrer Ijsbrand Chardon, der in den morgigen Kegelparcours als letzter Teilnehmer mit 131,19 Strafpunkten geht.

Weitere Informationen gibt es in Reitwelten unter Beesd oder hier: www.wkvierspannen.nl

(ak via fn-press)

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