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Ringwood Cockatoo verletzt – Bettina Hoy sagt Start ab
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Schenefeld09 LogoDie Nachricht erreichte Hinrich Groth kurz vor der Pressekonferenz für die „Schenefelder Vielseitigkeit 2009“, die am morgigen Freitag am Reitstall Klövensteen mit dem Dressurtag beginnt: Bettina Hoy (Rheine), die Welt- und Europameisterin, die mit Ringwood Cockatoo dreimal deutsche Meisterin (2002, 2004, 2006) wurde, kommt nicht. „Das Pferd hat sich verletzt, wurde von Mannschaftstierazt Dr. Carsten Rohde in der Klinik in Telgte untersucht und kann nicht starten“, sagte Bundestrainer Chris Bartle am Mittag. Ob damit eine EM-Teilnahme der etablierten Reiterin, die mit dem 18jährigen Wallach Ende April Platz zwei im WM-Testwettkampf (CIC3*) von Lexington (USA) belegte, ausgeschlossen ist, wollte Bartle nicht sagen. Da Hoy jedoch weder beim Weltcup-Finale vor einer Woche in Strzegom antrat noch in Schenefeld einen Formnachweis erbringen wird, gilt als sicher, dass ein Reiter von der Reserveliste in die sechsköpfige EM-Equipe aufrücken wird.

Einen sicheren Platz im Aufgebot sollte das erfolgreiche Strzegom-Trio haben. Weltcup-Sieger Michael Jung (Horb) mit La Biostetique Sam, der Zweite Frank Ostholt (Warendorf) mit Air Jordan und Andreas Dibowski mit Euroriding’s Butt’s Leon als Vierter haben ihr Soll erfüllt. „Wenn die Pferde gesund bleiben, sind die drei erste Wahl für Fontainbleau“, sagte Chris Bartle. Mit einer festen Nominierung können am Sonntag nach dem Springen in Schenefeld auch Olympiasiegerin Ingrid Klimke (Münster) mit FRH Butts Abraxxas und Dirk Schrade (Warendorf) mit Gadget de la Cere rechnen – wenn alles gut geht. „Wir haben aber noch weitere gute Paare in Hinterhand“, zerstreute Chris Bartle Befürchtungen, dass die deutsche Equipe durch weitere Ausfälle – Olympiasiger Hinrich Romeike (Nübbel) pausiert wegen einer Verletzung seines Marius – geschwächt würde. „Unser Förderungssystem mit dem Perspektivkader und die individuelle Trainings- und Wettkampfplanung mit den Athleten haben sich bewährt“, sagte Bundestrainer Chris Bartle, der sofort auf Kai-Steffen Meier (Waldbröhl), Peter Thomsen (Lindewitt) oder Anna Warnecke (Osnabrück) zurückgreifen kann. Auf Favoriten für die CIC3*-Prüfung und den DM-Titel wollte sich Turnierleiter Hinrich Groth nicht festlegen lassen. „Die 4070 Meter lange Geländestrecke mit 40 Sprüngen ist reell schwer, aber rhythmisch zu reiten“, sagte der Kursdesigner, „einen neuen Meister gibt es auf jeden Fall, weil Titelverteidiger Frank Ostholt ja nicht dabei ist, auch eine Überraschung ist möglich“. „Es soll auf Sieg geritten werden“, verneinte Chris Bartle die Annahme, die EM-Kandidaten könnten sich schonen.

Insgesamt haben für die drei Prüfungen (CIC3*, CNC3*, CIC2*) 86 Teilnehmer aus 14 Nationen 134 Pferde genannt. Das Turnier beginnt am Freitagvormittag mit der Dressur des CNC3* (8.30 Uhr) und des CIC2* (9 Uhr). In der Hauptprüfung, in der 15 deutsche Paare um den deutschen Einzeltitel kämpfen werden, haben 33 ReiterInnen gemeldet. Der Wettkampf beginnt mit der Teildisziplin Dressur um 13.30 Uhr auf dem Turnierplatz. Der Geländeteil schließt sich am Sonnabend um 15.30 Uhr an. Eine Besonderheit ergibt sich für den Sonntag. Die Verfassungsprüfungen finden erstmals am Turnierplatz vor der Tribüne statt. Der Vorstellung der Pferde vor dem Richterkollegium um 14 Uhr schließt sich das abschließende Parcoursspringen an. „Damit wollen wir den Vielseitigkeitssport noch näher an die Zuschauer bringen“, sagte Turnierleiter Hinrich Groth.

Für Abwechslung zwischen den drei Springprüfungen am Sonntag sorgen Schaubilder, die der neue Anlagenpächter Jürgen Böckmann zusammengestellt hat. Gezeigt werden Mutterstuten mit Fohlen, ein professionelles Falltraining und eine Pony-Quadrille. Zudem wird das Championatspferd FRH Serve Well von Andreas Dibowski (Nindorf), der zuletzt das CIC3* von Aachen gewann, aus dem Sport verabschiedet. Den Sonnabend lässt man in Schenefeld mit Life-Musik der „Mistery-Band“ im Innenhof ausklingen. „Nach dem Gelände bieten wir allen Zuschauern auch einen angenehmen Abend“, sagte Hinrich Groth.

Weitere Informationen in Reitwelten unter Schenefeld oder hier: www.schenefeld-eventing.com
(ak via schenefld eventing)


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