Kristina Sprehe gewinnt Piaff-Finale 2009
am 30. November 2009 unter Ergebnisse - Allgemein abgelegt
Kristina Sprehe gewinnt Piaff-Finale
Es ist eine knappe Entscheidung beim Finale des Piaff-Förderpreises in der Stuttgarter Schleyerhalle gewesen. Kristina Sprehe (Dinklage) siegte auf Royal Flash mit 67,191 Prozent vor Vorjahressiegerin Marion Engelen (Kerken) auf Diego mit 67,064 Prozent. Sieben Paare sind insgesamt an den Start gegangen.
“Ich bin noch ganz sprachlos”, gestand Kristina Sprehe kurz nach ihrem Sieg. In der Einlaufprüfung einen Tag zuvor war das Paar Dritter geworden. “Da war zwar die Galopptour schon ganz gut, aber in der Trabtour waren wir ziemlich untertourig. Im Finale bin ich mehr auf Angriff geritten.” Seit einem dreiviertel Jahr trainiert die BWL-Studentin mit Jürgen Koschel. Bundestrainer Holger Schmezer (Vernden) lobte: “Seit dem Trainerwechsel hat sich Kristina reiterlich noch mal sehr zum Positiven entwickelt.”
Konsequent ist die Siegerin vom Pony- bis zum Grand Prix-Sport die Erfolgsleiter nach oben geklettert. Schon 2002 gehörte Kristina zum Gold-Team der Pony-Dressurreiter bei den Europameisterschaften. 2003 und 2004 gewann sie EM-Silber und -Gold mit den Junioren sowie jeweils Einzelbronze. 2006 und 2007 war sie Mitglied der Junge Reiter-Equipe: Mannschaftsgold, Mannschaftssilber, Einzelsilber und Einzelbronze war die “Ausbeute”. 2007 saß die heute 23-Jährige dabei schon im Sattel des 13-jährigen Royal Flash, mit dem sie auch in Stuttgart ihren Sieg feierte. Im nächsten Jahr streben die beiden noch einmal die Teilnahme am Piaff-Förderpreis an.
Favoritin Marion Engelen aus Kerken sah schon fast wie die sichere Siegerin aus, als sie durch Fehler in den beiden Wechseltouren entscheidende Punkte verlor. Die Einlaufprüfung hatte die 24-Jährige souverän gewonnen, im vergangenen Jahr konnte das Paar Engelen/Diego das Piaff-Förderpreis-Finale gewinnen. Bemerkenswert an den beiden: Engelen hat den Don Larino-Sohn fünfjährig gekauft und mit Hilfe von Trainer Ton de Ridder (Würselen) selbst ausgebildet. Dritte im Finale des Piaff-Förderpreises wurde Kirsten Sieber (Dortmund) im Sattel ihres EM-Partners Charly. Platz vier ging an die Jüngste und den Ältesten im Starterfeld: an die 17-Jährige Karoline Kniha (München) und den 18-jährigen Loesdau’s Loriot.
32 Reiter hatten sich Anfang des Jahres beim Auswahllehrgang in Warendorf um einen Startplatz in der Piaff-Förderpreis-Serie beworden. 14 Paare wurden zugelassen, aber Schmezer bedauerte: “Sechs Paare sind während der Saison wegen gesundheitlicher Probleme ihrer Pferde ausgefallen. Ich hatte schon die Befürchtung, dass das Niveau darunter leiden würde, aber wir haben hier gute Ritte gesehen.” Weiter deutete der Bundestrainer an, dass es Bemühungen geben wird, die Betreuung der Piaff-Teilnehmer noch intensiver zu gestalten – eventuell sogar mit einem zusätzlichen Trainer. Seit 2000 wird diese Serie für die Reiter unter 25 Jahren ausgetragen. Entstanden ist eine Szene junger Grand Prix-Reiter, die hier ihre Chance nutzen auf dem Weg in den großen Dressursport. Ein gutes Ergebnis beim Finale in der Stuttgarter Schleyerhalle ist dabei ein großer Schritt in Richtung Erfolg.
Weitere Informationen in Reitwelten unter Piaff Förderpreis
(ak via K.Kreling/fn-press)
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