Weltcupfinale Dressur ´s-Hertogenbosch/NED: Niederlande feiert Dreifacherfolg; Isabell Werth auf Platz vier
Das Weltcupfinale der Dressurreiter hat mit einem Dreifacherfolg der Niederländer geendet. Vor 5.000 Zuschauern in den ausverkauften Brabanthallen in ´s-Hertogenbosch ging der Sieg an den Favoriten Edward Gal mit seinem Ausnahmepferd Moorlands Totilas. Mit 89,800 Prozent ließ er der Konkurrenz an diesem Wochenende keine Chance. Platz zwei sicherte sich seine Landsfrau Adelinde Cornelissen mit Jerich Parzival (82,850), die noch den Qualifikations-Grand Prix zwei Tage zuvor für sich entscheiden konnte. Auch die drittplatzierte Niederländerin Imke Schellekens-Bartels knackte mit ihrer Stute Hunter Douglas Sunrise die 80-Prozent-Marke (82,150).
Obwohl die drei deutschen Paare bei diesem 25. Weltcupfinale nicht auf einem Podestplatz landeten, zogen sie ein positives Fazit. Insbesondere die zweimalige Weltcusiegerin Isabell Werth (Rheinberg) machte nach ihrem vierten Platz (79,750) einen zufriedenen Eindruck. Bereits während ihrer Kür mit dem 14-jährigen Hannoveraner Wallach Warum Nicht FRH freute sie sich über gelungene Lektionen. “Das war für uns heute eine sehr gute Prüfung. Wir konnten uns zum Grand Prix deutlich steigern und ‘Hannes’ war viel entspannter. Darauf können wir aufbauen”, freute sich die fünfmalige Olympiasiegerin. “Vor allem die Wechseltour ist uns prima gelungen. Allerdings müssen wir in dieser Saison kämpfen, um den derzeitigen Abstand auf die Niederländer zu verkürzen “, so Werth weiter.
Auch die beiden weiteren deutschen Finalteilnehmer behaupteten sich bei diesem stark besetzten Finale und schafften bei ihrer Weltcuppremiere den Sprung unter die besten acht Paare. Carola Koppelmann (Warendorf) erreichte mit dem 17-jährigen Hannoveraner Le Bo 73,250 Prozent und wurde Siebte. “Das ist super und damit hatte ich im Vorfeld wirklich nicht gerechnet”, zeigte sich das Mitglied der Perspektivgruppe Dressur überrascht. Noch am Donnerstag bedauerte Koppelmann, mit Rang neun eine Platzierung knapp verfehlt zu haben. “Le Bo war heute ganz anders als noch im Grand Prix. In der Qualifikation war er deutlich spannungsgeladener als in der Kür und ich musste auf die ‘Bremse’ drücken. Heute hatte ich den Fuß permanent auf dem ‘Gas’”, skizzierte sie die Unterschiede ihres Pferdes während des Turnierverlaufs.
Matthias Alexander Rath (Kronberg) zog aus seiner ersten Finalteilnahme ebenfalls ein positives Fazit. Mit dem zehnjährigen Wallach Triviant-Unicef belegte er in der Kür Platz acht (72,050). “Ich wollte unter die besten acht Platzierten kommen und das haben wir geschafft. Meine Fehler in der Galopptour und der Pirouette haben natürlich Punkte gekostet, sonst wären durchaus 75 Prozent im Rahmen des Möglichen gewesen”, sagte Rath. “Im Grand Prix waren wir technisch besser. Wir müssen daran arbeiten, die Trainingsleistungen auch im Wettkampf abzurufen.”
Weitere Informationen in Reitwelten unter s`Hertogenbosch oder hier: www.indoorbrabant.nl
(ak via Dr. Dennis Peiler/fn-press)
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