Para-Equestrian: Bernhard Fliegl neuer Bundestrainer der Para-Equestrians

Die deutschen Reiter mit Behinderung haben einen neuen Bundestrainer. Der 46-jährige Bernhard Fliegl aus dem hessischen Rockenberg hat die Nachfolge von Franz-Martin Stankus (Altenkrempe) angetreten, der seine Trainerfunktion Mitte letzten Jahres nach knapp sechsjähriger Amtszeit als Bundestrainer der Dressurreiter mit Handicap aus persönlichen Gründen abgegeben hatte. Der langjährige Co-Trainer Dirk-Michael Mülot (Langenberg), der kurzfristig Stankus Aufgaben nach dessen Ausscheiden mit übernommen hatte, steht auch künftig dem neuen Bundestrainer zur Seite.

Bernhard Fliegl, der bereits bei der ersten WM-Sichtung in Mannheim die Kaderreiter betreut hat, tritt in große Fußstapfen. Denn unter der Führung von Franz-Martin Stankus gewannen die deutschen Dressurreiter mit Behinderung bei Paralympics, Welt- und Europameisterschaften insgesamt 23 Medaillen. “Zu Anfang hatte ich bedenken, da mir die Erfahrung im Para-Reiten noch fehlt. Allerdings ist die Arbeit mit dem Pferd vergleichbar mit der im Regelsport. Lediglich die Technik des Reitens unterscheidet sich, da die verschiedenen Handicaps der Reiter kompensiert werden müssen”, sagte der neue Bundestrainer Fliegl.

Der gelernte Agrar- und Pferdewirt Fliegl kann auf eine erfolgreiche aktive Laufbahn zurückblicken. Seine ersten Dressursiege in der Klasse S sammelte er 1998 und erhielt 2005 das Goldene Reitabzeichen. Im Jahr 2002 gewann er die Bronzemedaille bei den hessischen Landesmeisterschaften. Bernhard Fliegl übernahm 1988 den landwirtschaftlichen Hof seiner Eltern und gestaltete diesen um zu einer Reisportanlage mit dem Schwerpunkt Dressurausbildung.

Sein erklärtes Nahziel sind die Weltreiterspiele in Lexington/USA, an denen er mit den deutschen Para-Equestrians erfolgreich teilnehmen möchte. “Bis dahin müssen wir allerdings unsere Hausaufgaben machen, wenn wir die Lücke zur führenden Nation Großbritannien schließen möchten”, so Fliegl. “Und auch dahinter lauert die Konkurrenz. Wie auch im Regelsport zählt die Niederlande zu den starken Nationen.” Mittelfristig möchte der Bundestrainer bei der Nachwuchsarbeit ansetzen. “Um auch in Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben, müssen wir Nachwuchsreiter und -pferde an den Spitzensport heranführen. Hier liegt noch eine Menge Arbeit vor uns.”

Weitere Informationen gibt es unter www.pferd-aktuell.de

(ak via dp/fn.press)


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