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WEG Kentucky: Gelungener Premierenstart für deutsche Parareiter
Dr. Angelika Trabert und Britta Näpel machen die Vorreiter fürs deutsche Team
Kentucky/USA (fn-press). Einen guten Start haben die ersten beiden deutschen Para-Dressurreiter bei den Weltreiterspielen in Kentucky erwischt. Britta Näpel (Wonsheim) belegte mit Aquilina im Teamwettbewerb den dritten Platz, Dr. Angelika Trabert (Dreieich) landete mit Ariva-Avanti auf dem fünften Platz.
Für die Para-Reiter ist es das erste Mal, dass sie an den Weltreiterspielen teilnehmen. „Damit übernimmt der Pferdesport eine echte Vorreiterrolle“, sagt die zweimalige Paralympics-Teilnehmerin Hanne Brenner (Wachenheim). Elf Titel gibt es in der achten WEG-Disziplin zu erringen. Wie in der Regel-Dressur werden in jedem der fünf Grades, die sich aus Schwere der Behinderung ergeben, Medaillen in der Einzelwertung und Kür vergeben. Die Mannschaftswertung ergibt sich aus den Ergebnissen der vier Teamreiter, von denen maximal zwei einer Klasse angehören dürfen.
Die Wettbewerbe begannen heute mit der Teamaufgabe in Grade II. Als erste Starterin überhaupt ging die 43-jährige Angelika Trabert, der geburtsbedingt beide Beine fehlen, mit der siebenjährigen Hessenstute Ariva-Avanti an den Start. Für die aus Schritt- und Trablektionen bestehende Aufgabe erhielt sie 68,381 Prozentpunkte und belegte damit den fünften Platz. „Ich wollte heute für die Mannschaft reiten und nicht zuviel riskieren. Wenn man bedenkt, dass wir – mein Pferd und ich – noch nicht so lange zusammen sind, war das eine richtig gute Vorstellung. Wir sind sicher durch die Prüfung gekommen, wobei das Zügel-aus-der-Hand-kauen-Lassen zu den Höhepunkten zählte“, sagte die Fachärztin für Anästhesiologie, die seit Beginn der 90er Jahre zu den erfolgreichsten Dressurreitern mit Handicap zählt.
Ihre Teamkollegin Britta Näpel konnte später die 70er-Marke überwinden. Mit 70,952 Prozentpunkten musste sie lediglich den beiden Niederländern Gert Bolmer mit Triumph (87,810) und Petra van de Sande mit Toscane (71,238) den Vortritt lassen. „Mein Pferd war auf dem Abreiteplatz sehr nervös, war aber Viereck bei der Sache. Sie hat sich wirklich zusammengerissen. Die 70 Prozent sind für die Mannschaft ein wirklich gutes Ergebnis. Es wird aber so oder so eng mit den Medaillen“, sagte die gelernte Pferdewirtschaftsmeisterin und Augenoptikerin. Nach einer schweren Vergiftung durch Insektenschutzmittel vor zwölf Jahren kam sie 2002 durch die Hippotherapie wieder zum Reiten. Bei den letzten Para-Weltmeisterschaften im Jahr 2007 holte sie Silber in der Mannschaft und der Einzelwertung (Championshiptest). In der Kür tritt sie als Titelverteidigerin an. Allerdings hat ihre zwölfjährige Zweibrücker Stute Aquilina noch keine Championatserfahrung. Diese wurde ihr erst kurz vor den Weltreiterspielen zur Verfügung gestellt.
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Weitere Informationen zu der Reitsportveranstaltung in Reitwelten unter Weltreiterspiele Kentucky USA oder hier: www.alltechfeigames.com - www.pferd-aktuell.de
(ak via fn-press)







