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Portrait: Rolf-Göran Bengtsson

2. Juni 1962 Schweden
Aktuelle Weltranglistenposition: 2

www.stall-bengtsson-kristoffersen.com

“Ich bin überglücklich, dass es endlich mit dem Einzeltitel geklappt hat!” Seit Jahren schon zählt Rolf-Göran Bengtsson zu den besten Springreitern der Welt – in Madrid stand er im September bei den Europameisterschaften nun auf dem obersten Treppchen. Der Olympia-Zweite von 2008 (Einzel) und 2004 (Mannschaft) gewann in Spanien nach einer furiosen Aufholjagd die Goldmedaille. Nach dem ersten Zeitspringen wurde der 49-Jährige noch auf Rang 13 geführt. Doch er behielt die Nerven und “Ninja la Silla sprang wirklich besser denn je”. Der 16 Jahre alte holländische Fuchswallach – übrigens das älteste Pferd im Starterfeld – leistete sich in allen fünf Runden in Madrid nur einen Abwurf.

Natürlich ist der gelernte Mechaniker für Landmaschinen – er arbeitete sechs Jahre in diesem Beruf – auch einer der erfolgreichsten schwedischen Springreiter: Dreimal nahm er an Olympischen Spielen teil, dreimal sattelte er bei Weltreiterspielen, und gar sieben Mal startete er bei Europameisterschaften. Dazu kommen noch fünf Teilnahmen an Weltcup-Finals und zahlreiche Erfolge bei hochkarätigen Turnieren. Bei den STUTTGART GERMAN MASTERS ist er jedes Jahr ein gern gesehener Gast und wurde 2006 Zweiter sowie 2008 Dritter im MERCEDES GERMAN MASTER. Seine internationale Karriere begann mit dem Umzug 1997 nach Valkenswaard, wo er bei Jan Tops als Bereiter anfing. Unter anderem mit der Westfalen-Stute Pialotta feierte Bengtsson in den folgenden Jahren viele große Siege.

Dabei hatte zunächst alles nach einer Karriere des jungen Rolf-Göran als Vielseitigkeitsreiter ausgesehen, wurde er doch in dieser Pferdesportdisziplin mit 15 Jahren Schwedischer Meister. “Das war die Grundlage für meine späteren Leistungen”, sagt Bengtsson heute im Rückblick. “In der Vielseitigkeit bekam ich das Gefühl für Geschwindigkeit und Balance. Die Galopparbeit und das Konditionstraining haben mir später auch beim Springen immer geholfen.”

Vater Sven Erik und Mutter Elsa besaßen einen Hof in Lund bei Malmö und züchteten dort Pferde. Die Begeisterung für den Reitsport und das nötige Talent wurden dem Schweden also schon in die Wiege gelegt, und mit sieben Jahren begann der Schwede mit dem Reiten. Nach Schule, Ausbildung und den sechs Jahren im Berufsleben übernahm er den elterlichen Hof und entschloss sich außerdem, Springreit-Profi zu werden. Eine richtige Entscheidung, betrachtet man sich die lange Liste seiner Erfolge.

Bei Turnieren startet Rolf-Göran Bengtsson für den Reitverein des kleinen Örtchens Breitenburg (Schleswig-Holstein). Dort ist er seit 2002 ansässig und betreibt mit dem dänischen Springreiter Bo Kristoffersen einen Reit- und Ausbildungsstall. Deshalb galt sein

Dank nach der EM-Goldmedaille nicht nur Ninja la Sillas Besitzer Alfonso Romo, “dass ich dieses tolle Pferd reiten und vor allem behalten darf”, sondern auch seinem Team zu Hause: “Ohne Euch wäre das alles gar nicht möglich!” Typisch Rolf-Göran Bengtsson: Auch im Erfolg stets bescheiden – sicherlich auch ein Grund für die große Beliebtheit des Schweden bei seinen Fans.

Größte Erfolge:

1994
WM-Teilnehmer in Den Haag

1995
EM-Teilnehmer in St. Gallen

1996
Olympia-Teilnehmer in Atlanta

1999
EM-Teilnehmer in Hickstead

2001
EM-Silber Mannschaft in Arnheim
EM-Bronze Einzel in Arnheim

2002
Siebter Weltcup-Finale in Leipzig

2004
Olympia-Silber Mannschaft in Athen
Olympia-Vierter Einzel in Athen
Neunter Weltcup-Finale in Mailand

2005
EM-Teilnehmer in San Patrignano

2006
WM-Teilnehmer in Aachen
Siebter Weltcup-Finale in Kuala Lumpur
Zweiter MERCEDES GERMAN MASTER in Stuttgart

2007
EM-Fünfter Einzel in Mannheim

2008
Olympia-Silber Einzel in Hongkong
Zehnter Weltcup-Finale in Göteborg
Dritter MERCEDES GERMAN MASTER in Stuttgart

2009
EM-Teilnehmer in Windsor

2010
WM-Teilnehmer in Lexington
Zehnter Weltcup-Finale in Genf

2011
Europameister Einzel in Madrid
Sieger Weltcup-Springen in Lyon
Sieger Global-Champions-Trophy-Prüfung in Monaco

Portrait: Rolf-Göran Bengtsson (vom 04.11.2008)

2. Juni 1962
Schweden

Die Begeisterung für den Reitsport und das nötige Talent wurden dem Schweden in die Wiege gelegt: Vater Sven Erik und Mutter Elsa besaßen einen Hof und züchteten Pferde. Im Alter von neun Jahren begann er mit dem Reiten. Nach der Schule machte Rolf-Göran Bengtsson zunächst eine Ausbildung und arbeitete danach sechs Jahre lang als Mechaniker für Landmaschinen, ehe er den Hof in Lund bei Malmö übernahm und Springreit-Profi wurde. Zuvor war er in der Vielseitigkeit aktiv, hier wurde er 1977 Schwedischer Meister. „Das war die Grundlage für meine späteren Leistungen. Da bekam ich das Gefühl für Geschwindigkeit und Balance. Die Galopparbeit und das Konditionstraining haben mir später auch beim Springen immer geholfen.“

Bengtsson gehört zu den erfolgreichsten schwedischen Springreitern, nahm an drei Olympischen Spielen (1996 Atlanta, 2004 Athen und 2008 Hongkong) teil sowie an zwei Welt- (1994 Den Haag, 2006 Aachen) und fünf Europameisterschaften (1995 St. Gallen, 1999 Hickstead, 2001 Arnheim, 2005 San Patrignano, 2007 Mannheim). 2002 (Leipzig), 2004 (Mailand) und 2006 Kuala Lumpur) qualifizierte er sich für das Weltcup-Finale. In Athen 2004 gewann er olympisches Mannschaftssilber und wurde in der Einzelwertung Vierter, zuletzt in Hongkong ließ er sich nach dramatischem Stechen mit dem Kanadier Eric Lamaze die Einzel-Silbermedaille umhängen. Bei den Europameisterschaften 2001 in niederländischen Arnheim holte er mit dem Tre-Kronor-Team Silber, im Einzel wurde er hinter Ludger Beerbaum und Ludo Philippaerts (BEL) Dritter.

Seit 2002 betreibt der Schwede mit dem dänischen Springreiter Bo Kristoffersen einen Reit- und Ausbildungsstall in Breitenburg (Schleswig-Holstein). Bei Turnieren startet er für den Reitverein Breitenburg.

Größte Erfolge:

2001

EM-Silber Mannschaft in Arnheim
EM-Bronze Einzel in Arnheim

2004
Olympia-Silber Mannschaft in Athen
Einzel-Vierter in Athen

2008
Olympia-Silber Einzel in Hongkong

Weitere Informationen in Reitwelten unter STUTTGART GERMAN MASTERS oder hier: www.stuttgart-german-masters.de

(ak via german masters)

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