„Wenn ein Pferd in Mannheim gut geht, geht es überall!”
„Die Leistungen der Para-Equestrians haben mich tief beeindruckt”, zollte Peter Hofmann seinen Respekt, „und sie haben sich atemberaubend entwickelt.” Doch der Turnierchef des 49. Maimarkt-Turniers gestand auch ein: „Als die Meldungen eintrafen haben wir schon ein wenig die Luft angehalten, aber die daraus resultierenden logistischen Probleme konnten wir lösen!” Immerhin fast 100 Teilnehmer aus 16 Nationen standen in diesem Jahr in den Nennungslisten, da das internationale Drei-Sterne-Turnier als offizielle Qualifikation für die Paralympischen Spiele im September in London deklariert worden war. Hofmann: „Wir reden nicht über Integration, wir tun etwas.”
Voll des Lobes waren auch Vertreter der „Paras”, der Dressurreiter mit Behinderung, bei einem Pressegespräch. „Wir fühlen uns hier einfach sauwohl”, rückte es die deutsche Equipe-Chefin Britta Bando aus, „Alle Probleme wurden super gut gelöst, selbst die Wetterprobleme – für uns ist es einfach wichtig, mit den Regelsportlern zusammen auf einem Turnier zu sein.”
Hannelore Brenner (Wachenheim), mehrmalige Paralympics-Siegerin, Welt- und Europameisterin, gewann auch in Mannheim wieder auf Women of the World die beiden Prüfungen in Grade III. Sie war als „Motor” entscheidend daran beteiligt, dass Peter Hofmann 2003 die Para-Equestrians ins Programm des Traditionsturniers aufnahm. „Es hat alles super geklappt und wir hören von allen Seiten nur Positives.” Die „unglaublichen Nennungsergebnisse” nannte sie „eine Herausforderung, die glänzend gelöst wurde”.
Ihre Konkurrentin, die seit dem 14 Lebensjahr blinde Anne Cecilie Ore (33) aus Norwegen, zeigte sich mit den Bedingungen ebenfalls hoch zufrieden und kam zu dem Schluss: „Wenn ein Pferd in Mannheim gut geht, geht es überall.” Auch ihre Trainerin Lillian Grepne befand: „Unser Pferd hat die Feuerprobe bestanden: Trecker, Wind, Regen – alles war kein Problem. Wir finden es ganz toll hier!”
Auf dem Weg nach London folgt für die deutschen Para-Equestrians nach der ersten Sichtung in Mannheim noch eine zweite bei den Deutschen Meisterschaften im Juni im Saarland. Danach werden aus den sieben Kandidaten der Longlist die vier Mannschaftsreiter und ein Einzelreiter nominiert. Die Norweger sichteten in Morsele (Belgien), Mannheim und noch bei den Landesmeisterschaften, dann werden von sechs Kandidaten drei für London benannt.
(ak via Maimarkt-Turnier Mannheim)








