Erstmals Medienpreis „Der Goldene Steigbügel“ vergeben

Die Premiere fand in wahrlich festlichem Rahmen statt: Beim Galaabend „Night oft the Proms“ der Deutschen Meisterschaften im Schloss Wocklum zeichnete die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) sechs Jungjournalisten mit dem neuen Medienpreis „Der Goldene Steigbügel“ aus.

Der Preis wurde in zwei Kategorien vergeben, und zwar Print allgemein (Tageszeitungen und Zeitschriften, und Fachpresse (Pferdesportmagazine). Der Gewinner erhielten je 1.500 Euro und einen „goldenen Steigbügel“ auf Marmorsockel, die Zweitplatzierten je 1.000 Euro und die Dritten je 500 Euro.

„Die Resonanz hat unsere Erwartungen übertroffen, denn mit 39 Einsendungen hatten wir im Premierenjahr nicht gerechnet. Die Jury hatte wahrlich keine leichte Aufgabe“, sagte FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach. Zur Jury zählten Olympiasiegerin Monica Theodorescu, Uwe Peppenhost, Sportchef der Westfälischen Nachrichten, und Thomas Borgmann, ehemals Stuttgarter Zeitung. „Viele Einsendungen hätten eine Auszeichnung verdient, und entsprechend schwer fiel die Auswahl“, so Lauterbach.

Die Urkunden und Ehrenpreis überreichte Monica Theodorescu den Preisträgern. Thorsten Karbach gewann den „Goldenen Steigbügel“ in der Kategorie Tageszeitung. Er ist Redakteur der Aachener Zeitung. Sein Beitrag „Wo auch die Stars ihre ersten Sprünge machten“ zieht einen höchst interessanten wie amüsanten Vergleich. Thorsten Karbach beschreibt das ländliche Reitturnier in Aachen-Brand und zeigt die Parallelen und Unterschiede zu den Abläufen beim CHIO auf. Hier Mutters und Omas Kuchentheke, dort der Champions Circle mit Champagner und feinsten Häppchen…

In der Kategorie Fachpresse heißt die Siegerin Sarah Schnieder, Redakteurin der Fachzeitschrift Reiter Revue International. Unter dem Titel „Ludgers Lehre“ hat die Autorin das Unternehmen von Ludger Beerbaum portraitiert. Sie macht deutlich, dass es in Riesenbeck nicht nur um Spitzenpferde, Titel und Triumphe geht, sondern dass das ein harter Job ist, der von den dort arbeitenden Berufsreitern größtmöglichen Einsatz erwartet.

Platz zwei (Print allgemein) belegt Christina Hucklenbroich, Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Sonntags-Zeitung, mit ihrem Beitrag „Warum Mädchen reiten“. Ihr Artikel beleuchtet die Frage teils mit wissenschaftlichen Ansätzen, teils mit präzisen Alltagsbeobachtungen im Pferdestall. In der Pferdesportfachpresse rangiert Katrin Müller-Wipfler, Volontärin beim Magazin „Reiterjournal“, auf dem zweiten Platz. Sie hat ein Special über den Springreiter Hans-Dieter Dreher geschrieben und dargestellt, wie sich das Leben des Shootingstars von 2011 verändert hat.

Mit dem dritten Platz in der Kategorie Tagespresse zeichnet die Jury Sebastian Morgener, Mitarbeiter der Märkischen Allgemeinen Zeitung in Potsdam, aus. Sein Beitrag unter dem Titel „Wieder im Sattel“ schildert das Schicksal des Springreiters Max-Hilmar Borchert, der den Kampf gegen seine Erkrankung an Leukämie aufgenommen hat und bereits wieder im Turniersport startet. In der Kategorie Fachzeitschrift rangiert Regina Käsmayr, Mitarbeiterin der Zeitschrift Pegasus/Mein Pferd, mit ihrem Beitrag „Wunder hoch vier“ auf dem dritten Platz. Die Autorin hat sich des Pferdebeines angenommen und auch für langjährige Reiter viel, viel Wissens- und Lesenswertes zusammengetragen. hen

Die Beiträge der beiden Gewinner stehen unter folgendem Link im Internet: www.pferd-aktuell.de/medienpreis
(eka via FN)


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