350.000 erwartete Besucher an zehn Turniertagen
Rund vier Wochen vor den Olympischen Spielen in London treffen sich 324 Pferdesportler aus 33 Nationen in der Aachener Soers zum Leistungsvergleich. „Wir werden Weltklasse-Sport erleben und bei Rio de Janeiro als Partner des CHIO das Ganze natürlich bei 25 Grad und Sonne“, kündigte Frank Kemperman, Vorstandsvorsitzender des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), mit einem Augenzwinkern an.
An den zehn Turniertagen werden die erwarteten 350.000 Besucher 112 Stunden Sport in fünf Disziplinen erleben. Den Auftakt machen die Voltigierer mit dem Nationenpreis als Höhepunkt am ersten Sonntag. Zu den Highlights der zweiten Hälfte zählt der Mercedes-Benz-Preis als Teil des Nationenpreises der Springreiter. Für Deutschland nominierte Bundestrainer Otto Becker (Sendenhorst) Christian Ahlmann (Marl), Marcus Ehning (Borken), Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) sowie die Riesenbecker Marco Kutscher und Philipp Weishaupt für das Team, wobei sich vor Ort entscheidet, welcher Reiter mit der Reservistenrolle vorlieb nehmen muss.
Auf dem Viereck vertreten Anabel Balkenhol (Rosendahl) mit Dablino, Helen Langehanenberg (Havixbeck) mit Damon Hill NRW und Kristina Sprehe (Dinklage) mit Desperados die deutschen Farben. Für den erkrankten Matthias Alexander Rath (Kronberg) rückt Dorothee Schneider (Framersheim) mit Diva Royal ins Team nach.
Aber nicht nur für die ausgewählten Nationenpreisreiter, sondern für alle deutschen Topreiter ist Aachen in diesem Jahr besonders spannend, denn im Anschluss fällen die Disziplinausschüsse des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) ihre Entscheidung über die deutsche Besetzung in London. Dies gilt auch für die Vielseitigkeitsreiter, die seit den 2007 einen festen Platz beim CHIO haben. Elf Paare dürfen in der Aachener Soers an den Start gehen. Für die Mannschaftswertung nominierten die Bundestrainer Hans Melzer (Putensen) und Chris Bartle (Großbritannien) Welt- und Europameister Michael Jung (Horb) mit Leopin, außerdem Dirk Schrade (Sprockhövel) mit King Artus, Ingrid Klimke (Münster) mit FRH Butts Abraxxas und als Schlussreiterin Vizeeuropameisterin Sandra Auffahrt (Ganderkesee) mit Opgun Louvo.
Nicht um Tickets für London, sondern um Fahrkarten zu den WM in Riesenbeck kämpfen die deutschen Vierspännerfahrer in Aachen. Insgesamt starten zirka 25 Gespanne aus mehr als zehn Nationen in der Aachener Soers. Aufgrund ihrer bisherigen Saisonleistung wurden Christoph Sandmann (Lähden), Georg von Stein (Modautal) und Michael Brauchle (Lauchheim) für den Start beim CHIO nominiert. Als Einzelfahrer starten Rainer Duen (Friesothye) und Christian Plücker. Als erste Reserve wurde Daniel Schneiders (Petershagen) und als zweite Reserve Ludwig Weinmayr (Fischbachau) benannt.
Weitere Informationen unter www.chioaachen.de
(eka via FN/evb/Hb)








