Internationales Dressur- und Springfestival Verden 3. bis 7. August 2011
Festival kickt mit – Verdens Internationales Dressur- und Springfestival trifft Fußball-Promi-Team
Die einen galoppieren drüber, die anderen laufen möglichst effizient darauf herum: Gemeint ist der gepflegte Rasen des Reiterstadions in Verden/Aller.














Beim 48. Maimarkt-Turnier sind erstmals sind die Dressuren international ausgeschrieben und mit den “Maimarkt Arena Polo Championship 2011″ gibt es eine weitere Premiere in Mannheim. Am Auftakt-Wochenende stehen zudem Junioren, Junge Reiter, Children und Ponyreiter im Mittelpunkt.
Mit einem Sonderehrenpreis hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) im Rahmen der Bundeschampionate erneut die Züchter erfolgreicher Nachwuchs-Reitpferde und -ponys ausgezeichnet. Dr. Bernhard Polten, Leiter des Referates 514 Tier und Technik, überreichte am Sonntag stellvertretend für Ilse Aigner, Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) die Preisgelder, Gold- und Silbermedaillen an die Sieger und Zweitplatzierten.
Sir Lausitz ist neuer Bundeschampion der vier- und fünfjährigen Fahrpferde. Der vierjährige Hengst im Besitz des Haupt- und Landgestüts Neustadt-Dosse hatte bereits die Finalqualifizierung deutlich mit einer Wertnote von 9,0 gewonnen und wurde schon vor dem Finale als Favorit gehandelt.
Mr. Harvey heißt der Bundeschampion des deutschen Vielseitigkeitsponys. Der sechsjährige in Westfalen von Thomas Herda (Münster) gezogene Fuchswallach aus einer Mutter von Top Nonstop tritt mit seinem Sieg in die Fußstapfen seines Vaters Mr.
Ein Ergebnis wie gemalt, bescherte der ehemalige Trakehner Körungssieger Songline seinem Zuchtverband. Der dunkelbraune Hengst v. Summertime – Exklusiv gewann in Warendorf das als “Preis der Trakehner Sportpferdeförderung” ausgeschriebene Bundeschampionat der sechsjährigen Vielseitigkeitspferde.
“Rheinland vor” hieß es auf bei den Fünfjährigen auf dem Vielseitigkeitsplatz. So stammt nicht nur der neue Bundeschampion Royal Sun von Rocket Star – Espri aus rheinischer Zucht, sondern auch Vizechampion Louis M von Lissabon – Abano.
Am Ende kommt es anders als man denkt. Statt der Favoriten stand beim Bundeschampionat der sechsjährigen Springponys zuletzt ein ganz anderer Vierbeiner auf dem Treppchen. Mirrio H, in der Qualifikation auf Platz fünf (Note 7,7), setzte sich mit zwei fehlerfreien, blitzsauberen Umläufen an die Spitze des Feldes.
Johanna-Luise und Charlott-Maria Schürmann werden das Bundeschampionat 2010 sicher nicht so schnell vergessen. Drei Mal gingen die Schwestern mit der Schärpe des Bundeschampions mit ihren Ponys auf die Ehrenrunde – ein toller Erfolg für die Familie aus Gehrde.
Rein rechnerisch hatten die Reiter des Stalls Beerbaum aus Riesenbeck die meisten Chancen auf den Titel bei den Bundeschampionaten der sechsjährigen Springpferde. Allein sechs Pferde wurden von Philipp Weishaupt und Henrik von Eckermann vorgestellt.
Con Chello kam, sprang und siegte und es sah alles ganz einfach aus. Wie an der Schnur gezogen lieferte der Hengst die abgefragte Leistung und ließ nicht eine Sekunde Zweifel daran, dass er bei diesem Bundeschampionat Jahrgangsbester der fünfjährigen Springpferde war.
Die kleine Liebe wurde die ganz große: Beim Bundeschampionat der sechsjährigen Dressurponys “verliebten” sich die Richter spontan in die braune Westfalenstute und setzten sie mit der Wertnote 8,7 im Finale an die Spitze.
Klein und fein und aus Weser-Ems: Die Dunkelfuchsstute Coppa Cabana (Züchterin Elisabeth van Hoorn, Leer) ist mit der Wertnote 8,2 Bundeschampionesse der fünfjährigen Dressurponys und auch die Vize-Meisterin ist eine Lady: Toskana (ZFdP), geritten von Lisa Kleinbuntemeyer (Hollage).
Küsschen von Ullrich Kasselmann für die “Ober-Bereiterin” Eva Möller: Zwei Championatstitel in einer Prüfung sind auch für seinen erfolgsverwöhnten Dressurstall in Hagen am Teutoburger Wald nicht alltäglich. Der bunte westfälische Fuchs-Wallach Blickpunkt erneuerte seinen Vorjahrestitel bei den Sechsjährigen Dressurpferden mit Weile und einer glatten 9,0.
Das hat es beim Bundeschampionat noch nie gegeben: Ein Pferd, das in drei Jahren drei Mal Champion wird. Lissaro van de Helle hat den Durchmarsch von den Reitpferden ins Dressurlager geschafft.
Der Fuchshengst FS Daddy Cool, Siegerhengst der rheinischen Körung und Vize-Bundeschampion 2009, ist neuer Bundeschampion der vierjährigen Ponyhengste. Mit ihm stellte Jana Freund (Weeze) ihren 20. Bundeschampion.
Im vergangenen Jahr musste er sich noch mit Platz drei zufrieden geben, in diesem Jahr war der Westfale Vodka Absolut der strahlenden Sieger bei den vierjährigen Ponys. Wie 2009 wurde er von Wibke Hartmann-Stommel (Münster) vorgestellt.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundeschampionate stellte der Zuchtverband für deutsche Pferde (ZfdP) einen Bundeschampion bei den Reitponys. Der dreijährige Schimmel Dancing Dynamic, vorgestellt von Stefanie Görlich (Bad Wörishofen), gewann sowohl die Finalqualifikation als auch das Finale.
Neue Bundeschampioness der dreijährigen Reitponys ist die Stute Mac Devinja von FS Don’t Worry – Dornik B aus der Zucht von Dr. Erhard Coenen (Kalkar) und dem Besitz der Zuchtgemeinschaft Mölko aus Uedem.
Auch im Bundeschampionat der vierjährigen Hengste konnte keine Dominanz eines Zuchtverbandes ausgemacht werden – die Plätze eins bis drei gingen nach Oldenburg, Hannover und Westfalen.
Mehr als deutlich konnte die Damon Hill-Tochter Damon’s Divine ihren Titel vom vergangenen Jahr verteidigen. Mit insgesamt 73,00 Punkten dominierte die Westfälin das Feld eindrucksvoll.
Drei Landeschampions machten das Finale der dreijährigen Hengste unter sich aus. Am Ende lag Oldenburg vor Westfalen und Hannover.
Sie hat in diesem Jahr schon jede Menge Titel eingeheimst: Siegerin der Friedrich-Jahnke-Schau, Siegerin der Herwart-von-der-Decken-Schau, Hannoveraner Landeschampioness – in Warendorf kam nun ein weiterer hinzu: Doris Day ist die Bundeschampioness der dreijährigen Reitpferde 2010.
Wetter ist immer. Diesmal sorgten aber intensive, tagelange Regenfälle bis kurz vor den Bundeschampionaten für Sorgenfalten auf der Stirn von Turnierleiter Carsten Rotermund (Warendorf) und seinen Mitarbeitern. Vor den sportlichen Höchstleistungen der Pferde galt es für den Veranstalter organisatorische Höchstleistungen zu bringen.